Das MacBook Air: Viel heiße Luft

Wenn ich meine aktuellen Einträge im Google Reader so anschaue, sehe ich eine ähnliche Welle auf die Blogosphäre zukommen, wie vor einem Jahr, als Mister Jobs das iPhone vorgestellt hat. Zugegeben, das iPhone hatte auch seine positive Auswirkungen auf das mobile Leben, die glücklicherweise auch von anderen Herstellern aufgegriffen wurden.

Die Rede ist natürlich vom MacBook Air, dem dünnsten Notebook der Welt. Vielleicht müsste man das MacBook Air wirklich differenzierter betrachten und sich fragen, was die anvisierte Zielgruppe von Steve Jobs ist, aber so viel Mühe gebe ich mir bei dieser Watschn nicht. Ich sage jetzt mal einfach, warum das Ding meiner Meinung nach Müll ist, den ich mir garantiert niemals zulegen werde. Wenn ich mit diesen Argumenten andere von einem Fehlkauf abhalten kann, soll es mir Recht sein.

MacBook Air Gewinnspiel

  1. Das absolute Killer-Argument: Der Akku ist nicht austauschbar. Wer die Akkus von Apple kennt, weiß das ich nicht lüge wenn ich sage, das die meisten MacBook Air-Nutzer schon nach wenigen Monaten nicht mehr ohne Netzteil arbeiten können. Wir notieren: Das Netzteil gehört in den MacBook Air-Rucksack.
  2. Dummerweise hat das MacBook Air auch nur einen einzigen USB- und keinen einzigen Firewire-Anschluss. Das heißt, wenn das extra zu erwerbende optische Laufwerk angeschlossen ist, besteht keine Möglichkeit mehr, eine externe Festplatte, eine externes Eingabegerät (Tastatur oder Maus), ein Headset, eine Digitalkamera, eine Webcam oder auch ein Mobiltelefon zum Synchronisieren anzuhängen. Wir notieren: Ein USB-Hub + Netzteil gehört in den MacBook Air-Rucksack.
  3. Wie eben bereits erwähnt, benötigt man für das MacBook Air ein zusätzlich zu erwerbendes optisches Laufwerk, um noch auf die guten alten Silberscheiben zugreifen zu können. Aber aus der Sicht von Apple gehören die ja seit gestern der Vergangenheit an. Echt Klasse wie schön es Apple versteht, die fehlenden Features als Vorteil zu verkaufen. Wir notieren: Ein externes optisches Laufwerk gehört in jedem Fall in den Rucksack.
  4. Auf einen Ethernetanschluss hat Apple übrigens aus Platzgründen ebenfalls verzichtet. Das heißt aber auch, das man mit dem MacBook Air auch im Jahr 2008 leider in vielen Situationen auf den Zugang zum Internet verzichten muss. Naja, Steve wird schon wissen was die Welt braucht. War doch bisher immer so. Wer dennoch einen Ethernetanschluss benötigt, kauft sich einfach den von Apple angebotenen USB-Ethernetadapter. Wir notieren: Der USB-Ethernetadapter muss unbedingt in den Rucksack.


Für das dünnste Notebook der Welt, braucht man also einen recht großen Rucksack um in jeder Situation produktiv arbeiten zu können. Mit Sicherheit gibt es noch mehr Punkte die gegen das MacBook Air sprechen. Allen voran wäre hier der Preis von mindestens 1700 Euro zu erwähnen. Diese Aufzählung soll aber für den Moment reichen.


Foto: Apple


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